Frankreich

Vom Burgund bis an die Rhône

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Das Bordeaux
Ein gutes Terroir ist stets das Ergebnis einer glücklichen Verbindung zwischen Winzer und Natur. Und im Bordelais hat die Natur es besonders gut gemeint! Auf den kargen Böden geben die Reben ihr Bestes und dringen auf der Suche nach Wasser mit ihren Wurzeln bis tief in die Erde vor. Die fortwährende Suche nach Wasser lässt die Rebstöcke weniger stark wachsen und erhöht die Konzentration der Trauben. Natürlich ist auch das savoir-faire des Menschen gefragt. Der Winzer sucht in Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit (Kiesel, Kalk, Lehm usw.) und der Lage jeder einzelnen Parzelle die geeignete Rebsorte und die angemessene Pflanzdichte aus. Anschließend passt er die Weinbauverfahren bis zur Lese an die klimatischen Bedingungen an.

Die Appellationen

Bordeaux Petit Appellation
Die Weine der AOC Bordeaux Supérieur werden in der gesamten Weinbauregion des Departements Gironde und somit im selben geografischen Gebiet wie die Weine der AOC Bordeaux erzeugt. Die für die AOC Bordeaux Supérieur geltenden Qualitätskriterien sind jedoch strenger, so ist beispielsweise vor der Vermarktung ein mindestens zwölfmonatiger Ausbau gefordert.

Pomerol
Das Gebiet von Pomerol befindet sich rund 50 Kilometer östlich von Bordeaux in der Nähe der Kleinstadt Libourne am rechten Ufer der Dordogne.Das Terroir weist besondere geologische Bedingungen auf. Der Sand-Kiesboden ruht auf einem eisenoxidhaltigen Lehmuntergrund, auch „crasse de fer“ (Eisenschlacke) genannt, der zu großen Teilen für die Originalität und den besonderen Charakter der Weine dieser Appellation verantwortlich ist.

Graves
Die AOC Graves ist die einzige Appellation, die nach der Beschaffenheit ihrer Böden benannt ist. Sie erstreckt sich am rechten Garonne-Ufer südlich von Bordeaux auf einem Streifen von 50 Kilometern. Die Weinberge bestehen aus Schwemmböden, die im Quartär vom Fluss abgelagert wurden. Die obere Kies- und Kieselschicht ruht auf einem sandigen Untergrund aus reinem Sand oder Eisenstein (verfestigter, eisenhaltiger Sand), aus dem die Reben ihre für die Bereitung großer Weine benötigten Nährstoffe beziehen.

Saint Emillion
Die Weinberge von Saint-Emilion wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Mit dieser Klassifikation wird ein außergewöhnliches Terroir ausgezeichnet, dessen Weinberge einem Amphitheater ähnlich angeordnet sind, weshalb es auch als „Hügel der tausend Weine“ bezeichnet wird.
Das Klima in Saint-Emilion ist dank der Nähe zur Dordogne atlantisch-gemäßigt. Der Flusslauf mildert die sommerliche Hitze und schützt im Frühling vor Frost. Die Nachsaison ist sonnig und bietet ideale Bedingungen für die Reifung der Trauben, vor allem was die Rebsorte Merlot betrifft.
Das Gebiet der AOC erstreckt sich auf vier verschiedenen Bodenarten: ein Kalksteinplateau aus dem Tertiär in der Mitte der Weinberge, kalkhaltige Böden mit lehmig-schlammiger Struktur (auch „Molasse du Fronsadais“ genannt) rund um dieses Plateau herum, eine Sandschicht auf eher lehmigen Böden im Nordwesten und leichtere Schwemmböden mit Kiesel- und Sandanteilen im Süden im Dordogne-Tal.

Noch mehr Weine aus dem Saint-Emillion von Vignobles Comtes von Neipperg

Médoc
Das Gebiet der Appellation Médoc umfasst sämtliche Weinbaugemeinden, die sich nördlich der Stadt Bordeaux am linken Ufer der Girondemündung befinden. Der Großteil der aus der AOC Médoc stammenden Weine wird jedoch im Norden dieses geografischen Bereichs gewonnen.Der Begriff Médoc geht auf den lateinischen Ausdruck „in medio aquæ“ zurück und bedeutet „mitten im Wasser“. Tatsächlich handelt es sich bei dieser Region um eine spitz zulaufende Halbinsel, die im Westen durch den Atlantik und im Osten durch die Gironde begrenzt wird. Diese geografische Besonderheit verleiht dem Médoc ein bemerkenswert mildes Klima.

Haut Médoc
Das Haut-Médoc ist die Region des Médoc, die der Stadt Bordeaux am nächsten liegt. Sie umfasst 25 Gemeinden. Die gut entwässerten Terrassen mit kieselhaltigen Schwemmböden bieten hervorragende Bedingungen für die Rebsorte Cabernet Sauvignon, während die Rebsorte Merlot sich auf den tieferen, lehmigeren Böden wohler fühlt.
Im Dekret der AOC Haut-Médoc sind anspruchsvolle Erzeugungskriterien festgeschrieben, insbesondere eine hohe Pflanzdichte (mindestens 6.500 Rebstöcke/Hektar) und geringe Erträge (48 hl/ha).

 

Mythos Bordeaux

Weine die nicht selten tausende von Euros kosten und das zweitgrößte Anbaugebiet der Welt: Bordeaux ist ein Name der Extreme bereithält.

Aber warum gelten ausgerechnet die Weine aus dem Südwesten Frankreichs als die besten der Welt?

 

Die Stadt Bordeaux befindet sich im Westen Frankreichs und ist zweifelslos der weltweit führende Hersteller von hochqualitativen Rotwein.

Mit dem Atlantischen Ozean westlich der Region, sind die Bordeaux Weinbaugebiete eher im Landesinneren aufzufinden.

Die gesamte Region ist auf zwei wesentliche Gebiete aufgeteilt, die durch den Gironde Fluss getrennt werden; im Allgemeinen werden diese zwei Zonen als Linkes Ufer und Rechtes Ufer bezeichnet.

Das Rechte und Linke Ufer des Bordeaux weist jeweils besondere Eigenschaften und allgemeine Merkmale hinsichtlich der Weinproduktion auf;

wie zum Beispiel, Weine aus dem linken Ufer werden größtenteils mit Cabernet Sauvignon produziert, wobei bei Weinen aus dem rechten Ufer überwiegend Merlot dominiert.

Obwohl jedes Chateau eine eigene Art und Weise hat ihre Weine herzustellen, existiert eine ganze Reihe von Gesetzen und Regelungen, die den kompletten Herstellungsprozess bestimmen und verwalten.

Von der Traubenauswahl und Anpflanzungsdichte, Ernteverfahren und Schnittmethoden, Alkohol und Zuckergehalt, bis zum Fertigungsverfahren wie die Reifung, Ablagerung und Abfüllung der Weine.

 

Im Bordelais hat die Natur es besonders gut gemeint! Auf den kargen Böden geben die Reben ihr Bestes und dringen auf der Suche nach Wasser mit ihren Wurzeln bis tief in die Erde vor.

Die fortwährende Suche nach Wasser lässt die Rebstöcke weniger stark wachsen und erhöht die Konzentration der Trauben. Natürlich ist auch das savoir-faire des Menschen gefragt.

Der Winzer sucht in Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit (Kiesel, Kalk, Lehm usw.) und der Lage jeder einzelnen Parzelle die geeignete Rebsorte und die angemessene Pflanzdichte aus.

Anschließend passt er die Weinbauverfahren bis zur Lese an die klimatischen Bedingungen an.

Unsere Partner:

  • Croix de Marsan – Bordeaux AOC
  • Château Larrivet Haus Brion – Graves
  • Château Fieuzal – Graves – Pessac Léognan
  • Château Malartic-Lagraviere – Graves – Pessac Léognan
  • Château Cantenac Brown – Margaux
  • Château Prieure Lichine – Marguax
  • Château Leboscq – Médoc
  • Château La Gorce – Médoc
  • Château Patache d’Aux – Médoc
  • Château Segur – Haut Médoc
  • Château Camensac – Haut Médoc
  • Château Cantemerle – Haut Médoc
  • Château Haut Bages Liberal – Paulillac
  • Château Batailley – Pauillac
  • Château Lagrange – St. Julien
  • Château Les Ormes de Pez – St. Estèphe
  • Château Chasse Spleen – Moulis / Médoc
  • Château La Pointe – Pomerol
  • Château Lafleur-Gazin – Pomerol
  • Château Beau-Sejour-Becot – St. Emilion
  • Château La Croix Figeac – St. Emilion

 

Das Weinbaugebiet Chablis ist eines der ältesten Frankreichs. Im Lauf der Zeit erlangten diese Weißweine aus der Rebsorte Chardonnay überall auf der Welt einen excellenten Ruf. Auf beiden Seiten des Flüsschens „Le Serein“ erstrecken sich die Weinberge dieser Appellation auf 20 Gemeinden. Ihren einzigartigen Charakter erhalten die Weine durch die Kimmeridge-Böden, graufarbene, mit Kalk vermischte Tonerde mit besonders vielen Ablagerungen fossiler Austern. Dieser Boden, der so nur ganz selten vorkommt, verleiht dem Terroir von Chablis diese Mineralität, Finesse und bemerkenswerte Reinheit.

Ein Chablis ist ein legendärer, seltener, mineralischer Wein, aber
vor allem ist er ein großer Wein, der von seinem Terroir und seinen
Erzeugern geprägt ist.

Die Geschichte von La Chablisienne beginnt 1923, als sich einige Winzer auf Initiative des Abtes Balitrand zusammen schlossen, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu dieser Zeit besser zu meistern. Im Herzen des Weingebietes Chablis im Burgund gründeten sie eine Winzervereinigung, um ihre Weine gemeinsam zu vermarkten.
Heute ist La Chablisienne im ganzen Chablis-Gebiet vertreten. Jedes Jahr auf’s Neue werden hier aus der gesamten AOC Chablis um die 30 verschiedene Cuvées und charaktervolle Crus erzeugt: 6 Grands Crus, 13 Premier Crus, Chablis und Petit Chablis.
Ein gewisser Pioniergeist war La Chablisienne immer eigen. Deshalb stellt sich die Kooperative immer wieder gerne neuen Herausforderungen, ganz gleich, ob es um Weinbau, Weinherstellung, Personalfragen oder um die Vermarktung geht….
Letztlich ist es aber die peinlich genaue Arbeit eines jeden, die dazu beiträgt, Weine zu erzeugen, die mit zunehmender Reife immer besser werden.

 

Schön, wenn Qualität und sympathische Persönlichkeiten zusammentreffen- so wie bei der jungen Generation von Roux Père et Fils. Die Brüder Sebastien (Verkauf+Export) und Matthieu (Winemaker) sind nicht nur sehr liebenswerte und authentische Winzer, sie produzieren auch großartige Weise und rote Burgunder.
Roux Père & Fils ist ein Familienbetrieb mit Weinbergen in der gesamten Cote d’Or.Noch heute, ca. 130 Jahre nach der Gründung durch Louis Roux im Jahre 1855 sind alle wichtigen Positionen im Weingut, von der Außenbewirtschaftung über den Keller bis zum Vertrieb, ausschließlich von Familienmitgliedern besetzt.
Angefangen im Gründungsjahr mit 2ha Erwerbsfläche gehört das Weingut heute mit knapp 70ha Weinbergen, in allen wichtigen Appellationen Burgunds, zu den unabhängigen Individualisten im prestigeträchtigen Anbaugebiet im Zentrum Frankreichs.
Während die Weine der Domaines Roux Père & fils hierzulande noch als Geheimtipp gelten, ist man in Frankreichs Restaurantelite schon seite einiger Zeit auf die vielfach ausgezeichneten Gewächse aufmerksam geworden, und serviert diese unter anderem bei Paul Bocuse und der Auberge de I’lll, um nur die bekanntesten zu nennen.
Während unserer Besuche am Weingut beeindruckte uns die Wiedererkennbarkeit des Terroirs. Jedes Fass, jede Partie-im Keller probiert- reflektierte die Typizität und Eigenart jeder Einzellage, und das auf allerhöchstem Niveau!

Seit 180 Jahren ist die Marke Bollinger eng verbunden mit der Geschichte dieser Familie, deren Mitglieder sich – aus verschiedenen Regionen stammend – in der Region von Aÿ niedergelassen hatten, um mit größter Geduld und Passion eines der anerkanntesten Champagnerhäuser zu gründen. Im Gegensatz zu den meisten Champagnerhäusern ist Champagne Bollinger familiengeführt
und unabhängig geblieben. Dank des ungebrochenen Willens zur Qualität und der behutsamen, permanenten Weiterentwicklung ist Champagne Bollinger heute weltweit eine der bedeutendsten Marken und eine feste Größe in der Champagnerwelt. Bollinger zeichnet sich durch seinen unverwechselbaren und bei Weinfachleuten anerkannten Stil aus, der nur aufgrund eines Expertentums entsteht, das als Tradition über Generationen hinweg weitergereicht wurde.

Der «Style Bollinger» steht auf sicherem Fundament, das auf den fünf folgenden Säulen beruht:

Die eigenen Weinberge:
Sie erstrecken sich über 164ha, 85% davon sind Grands und Premiers  Crus.

Der Pinot Noir:
Seit jeher ist er das Herz des Grand Cru d’Aÿ, das Maison Bollinger baute seine Legitimität auf den Ruhm dieser Rebsorte.

Die Reserveweine in Magnum-Flaschen:
Der wichtigste Bestandteil der Assemblage und der Kontinuität der Stils der Special Cuvée, Standard des Champagne Bollinger.

Die Holzfässer:
Mehr als 3.000 gebrauchte  Holzfässer, die eine Mikrooxidation der Weine ermöglichen: das Geheimnis ihres großen  Reifungspotenzials.

Die Zeit:
Die Reifungszeit im Keller aller unserer Weine ist zwei bis drei Mal länger als die gesetzlichen Vorgaben der Appellation. Im Jahre 1992 – 160 Jahre nach der Gründung von Bollinger – wurde die Charta zu Qualität und Ethik veröffentlicht. Sie verspricht der weltweiten Kundschaft, die bisherigen Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowohl aufrecht zu erhalten wie auch weiterzuentwickeln.

Jean Pernet hat seinen Sitz in Mesnil-sur-Oger, einem der berühmtesten Orte der Champagne für die Chardonnay-Rebe. Das Haus Jean Pernet bereitet Champagner ausschließlich aus Trauben eigener Weinberge. Bei 17,5 Hektar Eigenbesitz bedeutet dies eine Jahresproduktion von nur 125.000 Flaschen.

Die Voraussetzungen für hochwertige Champagner der eleganten, feinen Art sind erstklassig:

Ein Großteil der Weinberge ist als Grand Cru klassifiziert, der Anteil der Chardonnay-Rebe beträgt 67%. Bereits einige Sterne-Restaurants, auch in Deutschland, haben die exzellenten Domainen-Champagner der Familie für sich entdeckt.

 

Die Geschichte beginnt 1892, als Auguste Mas die ersten 22 Morgen Weinberge anlegt und somit den Grundstein für das inzwischen auf über 75 ha angewachsene Weingut legt. Es sind vier Domainen, die unter der Leitung von Jean-Claude und Michel zu einem der führenden Weinproduzenten in dieser sonnenreifen Region – direkt am Mittelmeer gelegen – zusammengeführt wurden.

Von der Sonne verwöhnt, und vinifiziert von einem qualifiziertem Winemaker-Team unter der Leitung von Jean-Claude Mas, werden hier erstklassige Weine erzeugt, wie sie sonst im Süden Frankreichs selten anzutreffen sind.

 

 

Die Appellation Sancerre umfasst insgesamt 13 Gemeinden und ca. 2600 ha Weinberge, die in Höhenlagen zwischen 200-300 Metern liegen.Im Jahr 1959 erhielt die Region den Status der AOC.

10ha davon gehören Claude Reverdy Cadet, der sie heute in der 4. Generation bewirtschaftet.
Er übernahm das elterliche Weingut 1990 und führt seitdem die Domaine unter der Prämisse der ständigen Verbesserung der Qualität seiner Weine.Seine Weinberge liegen östlich vom der Weinbauregion den Namen gebenden Ort Sancerre, in Richtung Perrier gelegen.
In diesem Teil der Region wachsen die Rebstöcke auf Böden die sehr reich an Feuerstein sind und so sehr langlebige und intensive Weine hervorbringen.Die Bepflanzung in der Domaines des Trois Noyers setzt sich aus 70% Sauvignon Blanc und 30% Pinot Noir zusammen. Insgesamt erstellt er daraus im Jahr nur ca. 80.000 Flaschen.

 

Seit mehr als 4 Generationen teilt die Familie Daguenau dieselbe Leidenschaft: die Reben und den Wein.
Serge Dagueneau, der Onkel des verstorbenen Kultwinzers der Loire, Didier Daguenau, leitet heute zusammen mit seiner qualitätsbesessenen, in Oenologie ausgebildeten Tochter Valerie, die ca.17ha große Familiendomäne in Les Berthiers, einem Ortsteil von Puilly sur Loire.Hier besitzt er mehrere Lagen auf den verschiedenen Böden des Pouilly-Fumé-Gebietes.Die Böden bestehen in den oberen Schichten aus Ton und Kalk und basieren auf einer aus Muschelkalk durchzogenen unteren Erdschicht.
Die Weine werden auf traditionelle Weise vinifiziert.So mit gelingt es den Daguenaus hervorragend, die volle Charakterristik des Terroir und die Vielfalt der Aromen optimal zum Ausdruck zu bringen.

Das Haus Jérôme Quiot besitzt ca. 170 ha Weinberge im Rhônegebiet. Die beiden Domänen Vieux Lazaret und Duclaux in Châteauneuf du Pape, sowie die Domaine Houchard in der Côtes de Provence. Das Haus wird von Jérôme Quiot und seiner Ehefrau Geneviève geführt, die gemeinsam mit ihren Kindern Florence und Jean-Baptiste die jahrhundertlange Weinbautradition der Familie fortführen. Beeindruckend ist das hohe Qualitätsniveau der Weine über alle Appellationen und Preisstufen. Besonders die Châtauneuf du Papes begeistern mit ihrer ausgewogenen Art, feinen Dichte, kraftvollen Eleganz und einem exzellenten Verhältnis von Preis und Qualität. Aber z.B. auch der kleine Ventoux ist ein delikater Wein voller Frucht und Charme.

Vignobles Jerôme Quiot

Domaine du Vieux Lazaret Am Fuße des Mount Ventoux, ca. 30 km von Châteauneuf du Pape entfernt befindet sich die Domäne du Vieux Lazaret.
Tradition wird heute mit den neuesten Erkenntnissen und Techniken verbunden zu einem nachhaltigen Weinbausystem.Die Domäne erstreckt sich über 90 Hektar unterschiedlicher Lagen, auf denen bis zu 12 verschieden Rotweinsorten angebaut werden.

Domaine Duclaux

Domaine Duclaux Die Domaine Duclaux dehnt sich über 12 Hektar aus und wird von der Familie Quiot seit 1991 bewirtschaftet. Zuvor war sie im Besitz der befreundeten Familie Duclaux. Die Domäne besteht aus etwa 10 Lagen und hat mit im Durchschnitt mehr als 40 Jahre alten Reben besonders alte Weinberge. Es wird zu 97% Rotwein und zu 3% Weißwein hergestellt. Die Böden der Lagen sind sehr unterschiedlich, sie bestehen aus Schwemmsand mit großen Rundkieseln, Flusssedimenten mit Sand und Kieseln und Tonkalkböden in den Hanglagen. Viele der Weinberge der Domaine Duclaux sind im Mischsatz gepflanzt, das heißt, dass in derselben Parzelle verschiedene Rebsorten stehen. Dies verlangt eine relativ späte Lese um reifere Trauben zu ernten.

 

Vignobles Comte de Neipperg Die Grafen von Neipperg, eine der ältesten fränkischen Adelsfamilien, führten bereits im 13. Jahrhundert auf ihren Besitzungen den Weinbau ein. Auch später, als diese Familie im Laufe der Generationen berühmte Soldaten und illustre Diplomaten zählte, wurde der Weinbau niemals vernachlässigt.
„Ich arbeite an einem Luxusartikel mit der Sorgfalt eines Handwerkers: für mich zählt, dass der Wein mit Liebe und Aufmerksamkeit ausgebaut wird“, so Stephan von Neipperg. Graf Stephan von Neipperg pflegt die Weinbautradition bereits in der achten Generation und verwaltet heute mehrere Weingüter, vorwiegend im Appellationsgebiet Saint-Emilion. Für Stephan von Neipperg muss die Verwaltung eines Weingutes unter ökologischen Gesichtspunkten erfolgen. Die Wahrung des natürlichen Gleichgewichts der Rebstöcke, die das Kapital des Weingutes bilden, ist entscheidend für die Gewinnung eines reinen, einzigartigen Weines, Spiegel der für das Anbaugebiet bezeichnenden Eigenschaften. „Grundsätzlich ist unsere Arbeitsweise bei allen unseren Gütern die gleiche: an den natürlichen Gegebenheiten wird nichts geändert, wobei genaue Beobachtung, Kenntnis des Bodens und des Vegetationszyklus den Vorrang haben. Kein Vorgehen nach „Schema F“. Wir gehen genau auf die Eigenheiten eines jeden Weinjahrgangs ein, wir sind hochflexibel bei der Vinifikation“ erklärt Stephan von Neipperg.

Château Peyreau Dieses Gut wurde 1971 von der Familie von Neipperg gekauft und liegt in direkter Nachbarschaft des Clos de l’Oratoire. Es profitiert seit Anfang der 90er Jahre von der Philosophie und der Erfahrung des Grafen Stephan von Neipperg, als dieser die Leitung der beiden Weingüter übernahm.Die 12,82 Hektar Weinberge liegen auf dem nordöstlichen Hang von Saint-Emilion auf einem tonkalkhaltigen Terroir bestehend aus so genannter „Molasse du Fronsadais“ im oberen Teil und Tonkieselboden am Hangfuß.

Canon la Gaffelière Die 20 Hektar umfassenden Weinberge erstrecken sich auf den das mittelalterliche Städtchen überragenden, südlich ausgerichteten Hängen, direkt vor den Stadtmauern. Bei den Böden handelt es sich um Lehm-Kalkböden auf den Hanglagen und Sandböden in den Ebenen. Diese sind sehr komplex und schwierig, aber in sich einzigartig. Die äußeren Eingriffe beim Weinausbau werden auf ein Minimum beschränkt. Der Ausbau in Eichenfässern (von denen jährlich 80 bis 100% erneuert werden), kann – je nach Jahrgang – zwischen 17 und 19 Monaten dauern. So entstehen die gut strukturierten und eleganten Weine Château Canon-La-Gaffelière.

Clos de L’Oratoire Das Weingut auf dem nordöstlichen Hang von Saint-Emilion deckt eine Rebfläche von 10,32 Hektar ab. Sein Terroir aus Molasse du Fronsadais mit seiner sandigen Unterschicht und einem tonhaltigen Unterboden eignet sich besonders für die Rebsorten Merlot (90%), Cabernet Franc (5%) und Cabernet Sauvignon (5%). Die Rebstöcke des Clos de L’Oratoire werden in allen Jahreszeiten bearbeitet. Die Lese wird von Hand durchgeführt, zwei Auslesetische, vor und nach dem Abbeeren, ermöglichen die Auswahl der reifsten und gesündesten Beeren. Der Weinausbau erfolgt in neuen Barriques, und zwar bis zu 20 Monate lang. Der Clos de L’Oratoire ist ein runder und weicher Wein mit starken Fruchtaromen und tief purpurroter Farbe. Er ist vor allem ein Lagerwein, der bereits ab dem 7. Jahr getrunken werden kann.

La Mondotte Das 1971 zusammen mit anderen Weingütern in St. Emilion von den Grafen von Neipperg erworbene La Mondotte fristete bis vor kurzem noch ein Schattendasein neben den allseits bekannten oben beschriebenen Weingütern. In den letzten Jahren sind jedoch nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten die enormen Möglichkeiten dieser hervorragend gelegenen Rebanlagen deutlich zutage getreten. Der Riesenerfolg des Jahrgangs 1996 zeigte das Potential des neuen La Mondotte. So schrieb Robert Parker über diesen gelungenen Wein: „Es bringt nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, ob La Mondotte nun der Petrus oder der Pin von St. Emilion ist oder nicht, denn dieses vom talentierten Stephan von Neipperg hervorgebrachte Gewächs ist bereits ein Star, der die Köpfe verdreht und so manchen Neid hervorruft…“.

Château d’Aiguilhe Seit kurzem hat Stephan von Neipperg sein Familiensiegel auch unter das Château d’Aiguilhe, ein begehrtes Anwesen mit einem der schönsten Weinberge der Côtes de Castillon, gesetzt. Im Lande versteckt, weitab von den Weinstraßen für Touristen, zeugen die beeindruckenden Ruinen des Château d’Aiguilhe von der langen Geschichte der Region um Castillon. Den Mittelpunkt des Anwesens bildet ein weitläufiger Innenhof, der auf der einen Seite durch das Hochplateau und auf der anderen Seite durch das Tal begrenzt wird, über dem sich die Felsnadel („aiguille“) mit den Hauptgebäuden erhebt. Jean-Patrick Meyrignac leitet das Weingut seit 1989. Heute gehören 65 Hektar Land zum Gut, davon stehen 37 Hektar unter Reben. Die Weinberge nehmen nur die obersten Kuppen der Hänge ein, sie sind auf natürliche Weise gut dräniert und der Boden ist ton- und kalkhaltig oder ton- und lösshaltig. Deshalb ist zu jeder Jahreszeit der Wasserhaushalt gut geregelt. Die natürlichen Gegebenheiten bilden zusammen mit dem Durchschnittsalter der Rebstöcke von 28 Jahren beste Voraussetzungen für den Weinbau. Auch dieser Weinberg wird nun nach der von Stephan von Neipperg für seine Güter in Saint Emilion aufgestellten Erzeugerphilosophie geführt: optimale Verwirklichung der Gegebenheiten der Lage durch strikt kontrollierte Erträge und Flexibilität bei der Weinbereitung dank breit gefächerter technischer Betriebsmittel, damit jeder Jahrgang seine Besonderheiten entfalten kann.